Das Repair-Café-Konzept kommt ursprünglich aus den Niederlanden. Es wurde 2009 von Martine Postma entwickelt, damals als Journalistin und Publizistin in Amsterdam tätig. Sie kam 2009 auf die Idee, im ganzen Land einladende Treffpunkte einzurichten, in denen Nachbarn ihre eigenen defekten Gegenstände unter fachkundiger Begleitung und Anleitung in entspannter Atmosphäre reparieren können.

Das erste Repair Café fand am 18. Oktober 2009 in Amsterdam-West statt. Viele Bewohner aus der Nachbarschaft und auch Interessierte von außerhalb kamen an jenem Sonntag ins Foyer des Fijnhout Theaters, wo Reparaturexperten sie mit Werkzeug und Material erwarteten. Dieser Nachmittag war ein großer Erfolg. Der Bedarf an einer solchen Initiative schien ganz klar vorhanden.

Das war für Martine Postma Anlass weiterzumachen und die Stiftung “Stichting Repair Café” zu gründen. Diese Stiftung unterstützt seit 2011 lokale Gruppen innerhalb und außerhalb der Niederlande, die selbst ein eigenes Repair Café eröffnen möchten.

Die Stiftung „Stichting Repair Café“ hat sich zum Ziel gesetzt:

  • Reparieren auf moderne Art und Weise auf lokaler Ebene wieder in die Gesellschaft zu tragen und so die Wertschätzung für Gegenstände wieder zu erhöhen;
  • Reparaturwissen zu erhalten und zu verbreiten;
  • den sozialen Zusammenhalt der Gemeinschaft vor Ort zu fördern, indem Nachbarn mit verschiedenen sozialen Hintergründen und Interessen im Rahmen einer inspirierenden und einladenden Veranstaltung miteinander in Kontakt gebracht werden.

Diese Idee ist zwischenzeitlich zu einer weltweiten Bewegung geworden.

Außer in den Niederlanden gibt es mittlerweile auch Repair Cafés in Belgien, Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten und in Dutzenden anderen Ländern auf der ganzen Welt. Das Repair Café ist sogar bis nach Indien und Japan vorgedrungen!

Aktuell gibt es „unter dem Dach dieser Stiftung“ 4003 Repair Cafés weltweit (Stand: 05.09.2026), mit geschätzt mehr als 50.000 ehrenamtlichen Beteiligten und geschätzt mehr als 65.000 reparierten Gegenständen pro Monat.

Die einzelnen Repair Cafés organisieren sich eigenständig und sind vollständig unabhängig voneinander und von der Stiftung.

Sie sind nur lose miteinander vernetzt, um sich gegenseitig zu unterstützen, durch einen Austausch in fachlicher oder organisatorischer voneinander zu profitieren und letztendlich, um den Repair-Gedanken gemeinsam weiter in die Welt zu tragen und dort nachhaltig zu verankern.

Es gibt keinerlei finanzielle Relationen oder gar Abhängigkeiten der einzelnen Repair Cafés untereinander oder mit der „Dachorganisation“, d.h. mit der Stiftung.

Sie erreichen die Reapair Café Organisation über https://www.repaircafe.org/de/